Kompost sieben


Wenn Sie im Frühling Ihre Gemüsebeete oder Ihr Frühbeet für die Aussaat vorbereiten, sollten Sie den benötigten Kompost vorher sieben – so fällt es später leichter, gleichmäßige Aussaatrillen zu ziehen. Zum Sieben verwendet man am besten ein großflächiges Durchwurf-Sieb mit nicht zu enger Maschenweite (mindestens 15 Millimeter) und wirft den Kompost mit einer Grabgabel hindurch. Die groben Bestandteile rutschen an der schrägen Fläche ab und werden später beim Aufsetzen eines neuen Komposthaufens wieder mit untergemischt. 


Sellerie aussäen


Der Anbau von Knollen- und Stauden-Sellerie erfordert Geduld. Für eine Pflanzung im Mai sät man Ende Februar bis Ende März. Sellerie gehört zu den Lichtkeimern, die Samen also nur dünn mit Erde übersieben! Die Keimtemperatur sollte 20-22 °C nicht unterschreiten, sonst steigt das Risiko von Schossern. Anschließend können Sie die Pflänzchen kühler stellen. Ideal ist ein 16-18 °C warmer, heller Platz. Gießen Sie sparsam, aber regelmäßig. Der Wurzelballen soll feucht, jedoch nie nass sein. Tipp: Sobald die Pflanzen 3-4 Fiederblättchen haben, dem Gießwasser ab und zu niedrig dosierten, organischen Flüssigdünger zufügen.

Weinreben schneiden


Weinreben werden nach den letzten tiefen Frösten geschnitten. Wichtig ist, dass sie nicht im Saft stehen, also noch in der Ruhephase sind – die Triebe würden sonst zu sehr ausbluten.


Obstspaliere schneiden


Schneiden Sie jetzt beim Spalierobst alle von den Hauptästen ausgehenden Zweige oberhalb der dritten Knospe (Auge) ab. Die Spitzen der Hauptäste sollten Sie um 25 Zentimeter kürzen und anschließend bei Bedarf mit einer speziellen PVC-Hohlschnur in der richtigen Position am Spaliergerüst befestigen.


Wurzelausläufer ausreißen


Wurzelausläufer sind senkrecht austreibende Triebe aus flachen Wurzeln im Bereich der Baumscheibe. Zwetschgen, besonders Sorten mit Myrobalane (Prunus cerasifera) als Unterlage, bilden häufig solche Ausläufer. Bodennahes Abschneiden reicht hier nicht aus, denn aus den schlafenden Augen rings um die angeschnittenen Ausläufer bilden sich unzählige neue Triebe. Reißen Sie diese Triebe deshalb besser aus, denn dabei werden die schlafenden Augen gleich mit entfernt.


Puffbohnen aussäen


Frühzeitig ausgesäte Puffbohnen, auch Große Bohnen oder Pferdebohnen genannt, werden seltener von Schwarzen Bohnenläusen befallen. Lassen Sie die Samen zwei bis drei Stunden in Wasser vorquellen und setzen Sie anschließend im Abstand von 30 Zentimetern je drei bis vier Bohnen in eine flache Mulde. 


Frühkartoffeln vorkeimen


Für frühere und reichere Ernten ist das Vorkeimen empfehlenswert. Die Pflanzkartoffeln werden in flachen Kisten ausgebreitet; die Seite mit den meisten Augen nach oben. Hell aufgestellt und bei mäßiger Wärme um 15 °C treiben sie bald aus. Die Keime sollen nicht zu lang werden, sonst brechen sie beim Einpflanzen der Knollen leicht ab.

Frühjahrskulturen im Glashaus


Füllen Sie jetzt die Beete in unbeheizten Gewächshäusern mit schnell wachsenden Arten wie Radieschen, Rettich, Salat, Kresse oder Kohlrabi. Die können als sogenannte Vorkulturen gesät oder gepflanzt werden. Zunächst den Boden gut vorbereiten: mit der Grabegabel lockern und 5–10 Liter reifen Kompost pro Quadrameter einharken. Salat-Jungpflanzen im Abstand von 25 x 25 cm in der Reihe mit einem Pflanzholz so in den Boden setzen, dass der Wurzelballen etwa zur Hälfte aus der Erde herausschaut. Setzt man die Jungpflanzen zu tief, können sich die Blätter nicht richtig entfalten.

Frostrisse in Obstbaumstämmen behandeln


Bei Frostrissen in Obstbaumstämmen schneiden Sie die Rinde bis in den unbeschädigten Teil aus und decken die Schnittstelle mit Wundverschlussmittel (Fungizid) ab. Zur Vorbeugung eignet sich ein weißer Kalkanstrich: Er reflektiert Sonnenstrahlen und mindert die Erwärmung des Stammes. 


Beete für die Aussaat vorbereiten


Ende Februar können Sie im Gemüsegarten bereits mit der Vorbereitung der Beete beginnen. Entfernen Sie die Reste der Gründüngung und kompostieren Sie diese. Arbeiten Sie den Boden anschließend mit einem Sauzahn in Längs- und Querrichtung durch, so dass ein Rautenmuster entsteht. Danach lockern Sie die Oberfläche mit einem Kultivator und verteilen pro Quadratmeter je nach vorgesehener Kultur die folgenden Mengen Kompost: vier bis sechs Liter für Starkzehrer wie Kartoffeln und Kohlgewächse, zwei bis drei Liter für Mittelzehrer wie Möhren und Zwiebeln sowie ein bis zwei Liter für Schwachzehrer wie Erbsen, Bohnen und Kräuter. Bis zum Aussaattermin in etwa zwei Wochen kann sich die Erde wieder etwas setzen. Kurz vor der Aussaat wird die Oberfläche dann noch einmal mit einem Rechen gelockert und dabei gleichzeitig der Kompost flach eingearbeitet, so dass ein ebenes, feinkrümeliges Saatbett entsteht.